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U.S. Strategic Bombing Survey Report - Mockau, Leipzig (1945)

U.S. Strategic Bombing Survey Report – Mockau, Leipzig (1945)

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U.S. STRATEGIC BOMBING SURVEY
Physical Damage Division Report No.35

A.T.G. MASCHINENBAU
G.m.b.H. MOCKAU, DEUTSCHLAND

U.S. STRATEGIC BOMBING SURVEY, September 1945

Ein seltener, originaler Schadensbericht der U.S. Strategic Bombing Survey aus dem Zweiten Weltkrieg über die A.T.G. Maschinenbau G.m.b.H. auf dem Flugplatz Mockau bei Leipzig, Deutschland. Der Bericht wurde im September 1945 erstellt und dokumentiert die Auswirkungen der Angriffe der 8th Air Force im Februar, Mai und Juli 1944. Als vertrauliches Dokument wurde er mit eingeschränktem Verteilerkreis herausgegeben, wobei jedes Exemplar einzeln nummeriert war. Dies ist Exemplar Nummer 53. Der Bericht ist gut illustriert mit Plänen, Fotos und Diagrammen, die die Ergebnisse der Angriffe auf das ATG Maschinenbau Mockau Werk zeigen.

A.T.G. MASCHINENBAU, LEIPZIG: ATG steht für Allgemeine Transportanlagen-Gesellschaft. Im Jahr 1934 wurde ein Vertrag mit Junkers zur Flugzeugproduktion geschlossen, doch die wahre Natur des Unternehmens musste in dieser frühen Phase der deutschen Wiederaufrüstung verborgen bleiben, weshalb es als "Schattenwerk" bezeichnet wurde. Zuerst begann die Produktion der Junkers W 33 und 34 sowie der Ju 86D. Ein vorübergehender Auftrag für die Ju 52 wurde erteilt und lief im Dezember 1937 aus. Es folgte die Produktion der He 111 B und E ab April 1938. Von 1940 bis etwa 1944 war die Ju 88 das primäre Produktionsflugzeug, wobei die Massenproduktion im Sommer 1943 begann. Im Januar 1944 wurde das Unternehmen in ATG Maschinenbau GmbH Leipzig umbenannt. 1944 begann die Produktion von Baugruppen für die Ju 388, die im Juli 1944 in einer Zweigstelle in Bernburg in Produktion ging. Die letzte Arbeit war die Produktion von Baugruppen für die Me 262 im Jahr 1945.

1934 wurde die erste Produktionslinie für die Serienfertigung der Junkers W 33 und W 34 eingerichtet, von denen 21 bzw. 199 Einheiten gebaut wurden. Der erste Großauftrag war für den Bomber Ju 52. ATG expandierte schnell zu einem der größten Unternehmen in Leipzig. Die Produktion der Ju 86A, D und G sowie der Heinkel He 111 E und H begann noch vor dem Ende der Ju-52-Produktion im Dezember 1937. Die Endmontage und der Flugbetrieb fanden auf dem Flughafen Leipzig-Mockau statt. Während des Zweiten Weltkriegs war das Hauptprogramm von 1940 bis 1944 die Serienproduktion des Bombers Ju 88A. Dies machte die Werke zu einem wichtigen Ziel alliierter Bombenangriffe, und ab dem 4. Dezember 1943 wurden die ATG-Produktionsstätten und der Flugplatz Leipzig-Mockau wiederholt Ziel alliierter Luftangriffe, die große Schäden verursachten. Am 1. Januar 1944 wurde das Unternehmen in ATG Maschinenbau GmbH Leipzig umbenannt. Die Produktion des Höhenbombers Ju 388 war seit 1944 in Vorbereitung, doch die Endmontage begann erst im September 1944 in den Leipziger Werken Kleinzschocher und Mockau. Der letzte bei ATG abgeschlossene Auftrag war die Produktion von Teilen für den Höhenjäger Focke-Wulf Ta 152 im Februar 1945. Die ATG beschäftigte eine große Anzahl von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern sowie Häftlingen aus zahlreichen Konzentrationslagern.

Bombardierung von Leipzig: In der Nacht des 3. Dezember 1943 griff die Royal Air Force Leipzig an. Zwischen 3:50 Uhr und 4:25 Uhr warfen 442 Bomber insgesamt fast 1400 Tonnen Spreng- und Brandbomben ab. In der dicht bebauten Innenstadt verursachte der Luftangriff einen Feuersturm. Hans Rumpf, der Generalinspektor der Feuerwehr, war zufällig während des Angriffs in Leipzig. Er sagte, der Feuersturm sei noch intensiver gewesen als der in Hamburg während der Operation Gomorrha. Mehr als 1800 Menschen wurden bei dem Angriff getötet. In der Innenstadt fielen viele historische Gebäude dem Angriff zum Opfer. 1.067 Geschäftsgebäude, 472 Fabrikgebäude, 56 Schulen und 9 Kirchen wurden ebenfalls zerstört.

Während der sogenannten "Big Week" im Februar 1944 war Leipzig eines der ersten Ziele, das von britischen und amerikanischen Bombern angegriffen wurde. Am 20. Februar zwischen 3.15 Uhr und 4.20 Uhr wurden Wohngebiete im Süden (Connewitz) sowie Wohn- und Industriegebiete im Südwesten Leipzigs (Schleußig und Großzschocher) getroffen. Während dieses Nachtangriffs warfen mehr als 700 Bomber etwa 2300 Tonnen Bomben ab. Am Nachmittag desselben Tages griffen mehr als 200 Bomber der 8. US-Luftwaffe Industrieanlagen im Nordosten der Stadt an und warfen etwa 700 Tonnen Bomben ab. Insgesamt wurden etwa 970 Menschen getötet.
Zustand:

In sehr gutem Zustand. Der Kartoneinband ist in sehr gutem Zustand, mit einigen offiziellen Stempeln und Markierungen. Der Text, die Fotos, Pläne und Diagramme sind in sehr gutem Zustand.

Veröffentlicht: 1945
Orangefarbener Kartoneinband mit weißem Titelschild
Illustriert mit Fotografien, Plänen und Diagrammen
Abmessungen: 215mm x 270mm
Seiten: 50 (einschließlich zahlreicher Diagramme, fotografischer Abzüge und ausklappbarer Pläne)