Deutsche WK1 Granatenhülse Grabenkunst Dinnergong
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Ein seltener deutscher Armeegong aus einer 7,7-cm-Feldgeschosshülse auf einem Holzsockel. Die Messinghülse stammt aus dem Jahr 1910 und ist am Boden mit verschiedenen Referenznummern und Markierungen gestempelt, darunter: „Rh M F“, „68“, „Sep 0/10“, „Krone 27“, „St“ und „Düsseldorf“. „Rh MF“ steht für den Hersteller – die Rheinische Munitions Fabrik, „St“ bedeutet, dass die Hülse verstärkt wurde, das Kronenzeichen und die Nummer 27 sind die preußischen Abnahmestempel, und „68“ ist die Losnummer.
Das Gehäuse ist über seiner Holzbasis durch eine geschickte Kombination aus einem Metallstift im Inneren des Gehäuses (dort, wo sich die Zündkapsel befunden hätte), der in ein Metallrohr auf der Basis passt, aufgehängt (siehe Fotos). Das Gehäuse „schwebt“ dann knapp über der Messingplatte auf der Holzbasis. Das Ganze wurde sehr gut gemacht und das Ergebnis ist ein sehr ungewöhnlicher und äußerst dekorativer Gegenstand.
7,7 cm F.K. 96 Geschütz: Die 7,7 cm Feldkanone 96 neuer Art (7,7 cm FK 96 n.A.) war ein Feldgeschütz, das von Deutschland im Ersten Weltkrieg eingesetzt wurde. Das Geschütz kombinierte den Lauf der früheren 7,7 cm FK 96 mit einem Rückstoßsystem, einem neuen Verschluss und einer neuen Lafette. Bestehende FK 96 wurden im Laufe der Zeit aufgerüstet. Die FK 96 n.A. hatte eine geringere Reichweite, war aber leichter als das französische Canon de 75 modèle 1897 oder das britische Ordnance QF 18-Pfünder-Geschütz. Die Deutschen legten Wert auf Mobilität, was ihnen in den frühen Phasen des Ersten Weltkriegs zugutekam. Als die Front jedoch statisch wurde, brachten die höhere Feuerrate des französischen Geschützes und die schwereren Granaten des britischen Geschützes die Deutschen in einen Nachteil. Die Deutschen behoben dies, indem sie die längerreichweitige, aber schwerere 7,7 cm FK 16 entwickelten. Wie die meisten Geschütze ihrer Zeit hatte die FK 96 n.A. Sitze für zwei Besatzungsmitglieder, die an ihrem Splitterschutz montiert waren. Das 7,7-cm-Geschütz blieb bis in die 1930er Jahre bei den Armeen Finnlands, Polens, Litauens, Estlands und Lettlands im Einsatz.
Zustand:
In sehr gutem Zustand, mit geringen Gebrauchsspuren und einigen kleinen Spuren. Die Geschosshülse ist in sehr gutem Zustand und die Markierungen auf der Basis sind scharf und deutlich. Der Holzsockel ist in sehr gutem Zustand.
Abmessungen:
Durchmesser Messinggehäuseboden: 91mm, Länge Geschosshülse: 227mm
Holzsockel: 150mm x 150mm