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Singer's Patent Taschenkompass um 1868

Normaler Preis £170.00 Angebot

Ein Taschenkompass mit Singer-Patent, datiert auf ca. 1868. Der Kompass hat einen gelagerten Drehpunkt, eine Papierkompassrose und ein Messing-Jägergehäuse. Die Kompassrose ist in dem klassischen Singer-Design handgezeichnet. Die Verwendung des Wortlauts "Singer's Patent" auf der Karte ohne Seriennummer deutet darauf hin, dass sie vor Ablauf des Patents im Jahr 1868 hergestellt und kurz nach Ablauf des Patents in diesen Kompass eingebaut wurde. Handgezeichnete Karten dieser Art wurden nach etwa 1890, als sie durch gedruckte Versionen ersetzt wurden, selten hergestellt. Diese ist identisch mit Beispielen, die nachweislich von Francis Barker & Son in den 1860er – 1880er Jahren hergestellt und signiert wurden.

Samuel Berry Singer (1796 – ca. 1875) war ein Kapitän aus Southampton. Er patentierte sein einzigartiges Design im Juni 1861, obwohl er bereits seit 1853 an dem Entwurf gearbeitet hatte. Seine kontrastreiche Kompassrose sollte bei schlechten Lichtverhältnissen wesentlich leichter ablesbar sein als herkömmliche Kompasse der damaligen Zeit und galt als bedeutende Innovation. Sie wurde von Trinity House und der Royal Navy auf ihre Nachttauglichkeit getestet. David Livingstone, der berühmte viktorianische Entdecker, verwendete einen von Singers Kompassen und gab ein Zeugnis im Negretti & Zambra Katalog von 1864 ab. Die Verwaltung und Lizenzierung von Singers Design sowie die Vergabe der Patent-Seriennummern wurden von Negretti & Zambra übernommen. Obwohl sein Kompass in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von britischen Herstellern wissenschaftlicher Instrumente weit verbreitet war, profitierte Singer selbst nicht wesentlich von seiner Erfindung. Das Patent erlosch 1868, da er die für die Verlängerung erforderliche Stempelsteuer nicht bezahlen konnte, und er verbrachte seine letzten Tage in Armut in Kincardine am Firth of Forth. Versionen seines Designs wurden bis nach dem Ersten Weltkrieg hergestellt. Weitere Details zur Geschichte des Singer's Patent Kompasses finden Sie auf der exzellenten Website compasscollector.com.

Francis Barker & Son wurde 1848 in Clerkenwell, London, als Hersteller von Kompassen und wissenschaftlichen Instrumenten gegründet. In den nächsten 100 Jahren war das Unternehmen einer der prominentesten britischen Hersteller wissenschaftlicher Instrumente. Francis Barker war ein Meister seines Fachs, der im Laufe der Jahre eine sehr breite Palette von Kompassdesigns produzierte und große Einzelhändler wie Negretti & Zambra, J. Lizars, C. W. Dixey, Casella, Dollond und viele andere belieferte. Francis Barker starb 1875, doch sein Unternehmen florierte bis 1932, als es übernommen wurde und zu F. Barker & Son (1932) wurde. Während des Zweiten Weltkriegs war das Unternehmen ein wichtiger Lieferant der britischen Regierung, wobei ihr ikonischer flüssiger prismatischer Dienstkompass Barker Mk III zur Standardausrüstung der Streitkräfte gehörte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte das Unternehmen mehrmals den Besitzer und zog 1961 nach Edenbridge in Kent um. Das Geschäft ist immer noch in Kent ansässig und gehört nun Pyser Optics, die weiterhin den renommierten Francis Barker M-73 produzieren, der weithin als der beste prismatische Kompass der Welt anerkannt ist.

Zustand:

In gutem Zustand, funktionsfähig und zeigt stark nach Norden. Die Kompassrose und das Glas sind in gutem Zustand, mit einigen kleineren Flecken auf der Karte und einigen Staubpartikeln unter dem Glas. Das Messinggehäuse ist in gutem Zustand, mit einigen Flecken. Der größte Teil der ursprünglichen vernickelten Oberfläche ist abgenutzt oder wegpoliert worden, wodurch das darunter liegende Messing sichtbar wird.

Abmessungen: 45mm (Durchmesser), 60mm (inkl. Schlaufe)